Ideenbörse und Erfahrungsberichte

Es gibt viele Möglichkeiten, andere praktisch und unkompliziert die Liebe Gottes zu zeigen. und es gibt ganz unterschiedliche Gründe, warum jemand Gratishelfer wird. Lassen Sie sich durch die Berichte anderer ermutigen, eigene Ideen auszuprobieren und mit GratisHilfe vor Ort zu starten.

"Ich verlange nichts dafür - nur ein Lächeln."

Am Samstag las ich das Hilfsangebot einer jungen Frau auf unserer örtlichen Internet-Plattform. Sie bot an für Hilfsbedürftige Einkäufe zu erledigen. Besonderes berührte mich ihr letzter Satz "Ich verlange nichts dafür - nur ein Lächeln." . Das saß! Glücklicherweise traf ich mich Sonntag mit einer Nachbarin, die ebenfalls Christ ist. Jesus sandte seine Jünger zwei und zwei aus, mir als Alleinstehende tat es sehr gut, in meiner Nachbarin eine "motivierte Mitstreiterin" zu finden, die auch gleich begeistert war. So erstellten wir gemeinsam einen Aushang für unser Wohngebäude. Die Vorlage dazu fanden wir auf nebenan.de und wandelten sie für unseren Bedarf ab. Montag früh bekam ich sofort das Ok unserer Hausverwaltung den Aushang anzubringen (auch in den weiteren Häusern der Verwaltung hier in der Straße) und auf ihrem Kopierer wurde die Vorlage vervielfältigt. Gottes Wohlwollen bemerkte ich beim Aushängen, überall wurde mir bereitwillig die Tür geöffnet und ich konnte die Zettel aufhängen. In unserem Hause waren innerhalb Stunden vier Helfer gefunden, die angaben Einkäufe oder Botengänge zur Apotheke zu erledigen, Kinderbetreuung übernehmen wollten oder Gassi gehen mit Hunden.

Nachdem die erste Aktion so wohlwollend begleitet und positiv aufgenommen wurde, kam mir die zweite Idee. Viele Menschen haben nun Angst und sind stark verunsichert. Da fielen mir die Angebote von BIBEL TV und ERF ein. Ohne Ansteckungsgefahr können Menschen im Fernsehen und über Radio Gottes Wort hören, Trost und Zuspruch erfahren und das täglich frei verfügbar, sie können selbstständig wählen und das Ganze ist zudem KOSTENLOS! Welch ein tolles Angebot! Das gab ich heute mehrmals weiter. Besonders schön war die Begegnung auf der Straße mit einer verängstigten Passantin. Sie meinte, "Ja dieser Tage hat man Angst vor Ansteckung. Ich erwiderte, Ich hab keine Angst. Ich bin Christ und weiß, mein Leben ist in Gottes Hand. Ich werde sterben, wenn Gott es will und nicht wenn Corona grassiert. Meine Lebenszeit bestimmt ER. Sie wurde sehr aufmerksam, so fügte ich noch an: Schauen Sie doch Bibel TV oder ERF Radio. Da können Sie ohne Ansteckungsgefahr, bequem von zu Hause Gutes hören und Trost erfahren. Nach anfänglicher Überraschung, begann Sie zu Strahlen. Und sie meinte: Ohh, ja, dass ist eine gute Idee! DAS kann ich machen! Dankeschön!"

Übrigens, auf meinen Post mit dem Hinweis auf Bibel TV und ERF Radio hatte ich innerhalb von Minuten zwei Daumen hoch! Wenn wir mutig voran gehen stellt sich Gott innerhalb kurzer Zeit mit Aushang, Mitteilung auf der Nachbarschaftsplattform und Gespräch auf der Straße zu unserem Engagement. ER steht zu seinen Verheißungen. "Gehet hin - und ich bin bei euch!" Heute war ich die Beschenkteste :-)

Birgit Broyer / die wortbotin
www.die-wortbotin.de

Raus aus der Lethargie

Peter S. ist mit 59 in den Vorruhestand gegangen. Finanziell konnte er sich den Ausstieg aus dem Berufsleben leisten. Seine Kinder waren schon lange aus dem Haus. Seine Frau ging jedoch noch arbeiten. Nach einem halben Jahr Urlaub total schlich sich eine Lethargie in sein sonst so unbekümmertes Gemüt. Einmal in der Woche Rasen mähen, einmal Großeinkauf, das kann es nicht gewesen sein. Er war kein Leser und kein Schreiber, kein Denker und kein Feingeist. Diese „Was-macht-das-mit mir?-Betroffenheit“ war ihm so was von fremd, dass er einfach nur eine sinnhafte Beschäftigung suchte. Praktisch zupacken, Hilfe leisten, Menschen glücklich machen, das war sein Ding. Aber wie?

Eines Tages hörte Peter S. von der kirchlichen Aktion GratisHilfe. Unentgeltlich helfen: Senioren zur Hand gehen, den Garten mal wieder herrichten, Rollstuhlfahrern Geleitschutz geben, der alleinerziehenden Mutter mit drei Vorschulkindern einfach mal den verwitterten Zaun streichen und die Hecke schneiden – das konnte er sich gut vorstellen. Ohne Termindruck und ohne Erwartung einer Kosten-Nutzen-Rechnung Hilfsbedürftigen Gutes tun. Gute handwerkliche Arbeit verbunden mit einem offenen Ohr für die Ängste und Sorgen der Menschen, das war genau das, was Peter S. immer gesucht hat. Ein dankbarer Händedruck bedeutet ihm mehr als eine emotionslos gewährte Abfindung. Abfindungen kriegen nämlich immer die, die sich damit abfinden müssen, dass keiner sie sucht und keiner sie findet. Abfindung – ein tragisches Wort.

Peter S. ist seit einem halben Jahr bei GratisHilfe. Er hat bisher keinen Tag bereut, an dem er sich in dieser Initiative engagiert. „Ich empfange mehr, als ich gebe. Manchmal lege ich den Hammer aus der Hand und höre den Leuten zu, für die ich gerade den Terrassenboden höher lege, damit der Hausbesitzer barrierefrei mit seinem Rollstuhl in die Wohnung kommt.“

Peter S. erlebt so etwas wie eine Berufung. Sein Leben hat wieder Sinn und Ziel. Er ist freischaffender Helfer und erfährt nebenbei ganz viel über das Leben.

Das war die schönste Urlaubswoche meines Lebens

„Nachts hat mich der Gedanke umgetrieben, was ich tun könnte, wenn ich eine Woche Urlaub habe, und so kam ich auf die Idee, Menschen etwas Gutes zu tun, ohne dafür Geld zu verlangen, einfach so. Anderen eine Freude machen. Ich habe eine Anzeige in unsere Tageszeitung gestellt und innerhalb von wenigen Tagen hatten sich 15 Menschen gemeldet, weil sie irgendetwas nicht mehr tun können, weil sie krank wurden oder ein lieber Mensch ihnen gestorben ist. Das war eine außergewöhnliche Woche. Das war die schönste Urlaubswoche meines Lebens.“

Frieder Trommer Vorstandsvorsitzender Stiftung Marburger Medien